Gruppe gründen
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Selber eine Gruppe gründen  

Suche dir mindestens einen Mitbetroffenen oder einen Freund, der sich etwas mit Gesprächsmoderation auskennt: Möglicherweise jemanden wie einen Psychologen oder einen Pädagogen; er muss aber kein Betroffener sein, zumal er nach einer Anlaufzeit die Gruppe vermutlich wieder verlassen wird.

 

Informiere dich bei Stellen wie SEKIS oder NAKOS, die Materialien zur Gründung einer Selbsthilfegruppe bereitstellen.

 

Erarbeite Deine bzw. Eure Ziele zu den Fragen:

- Wer sollen die Nutznießer dieser Gruppe sein?

- Was soll die Gruppe für diese leisten?

- Wie soll sie sich in der Öffentlichkeit präsentieren?

Schreibe eine kurze Darstellung dazu, die auch optisch akzeptabel sein soll.

 

Suche einen Raum, der möglichst nichts kostet (Kirche, städtische Räume, soziale Einrichtungen), indem Du diesen Stellen dein Konzept klarmachst.

 

Vor dem ersten Treffen

Veranstalte ein Pressegespräch über die Ziele und Ort und Termin deiner Gruppe. Zur Not am Telefon mit dem Redakteur.

Bemühe auch die Amtsblätter, sofern sie einen redaktionellen oder Service-Teil haben, auch die Anzeigenblätter. Nutze hier den Bonus des „Unterhaltungswertes“ des Themas Scheidung und den Neuigkeitswert einer Vätergruppe, die auch mal Gefühle zeigt und sich um ihre Kinder bemüht.

Kopiere kleine A4 oder größere A3-Plakate auf farbigem Papier und hänge sie in der Stadt aus.

Sprich` auch Psychologen, Urologen und Psychiater an und wirb für die Veranstaltung.

Sprich` Krankenkassen und Sparkassen oder Banken unter Vorlage von Gruppenkonzept und Pressereaktionen um Spendengelder an. Hierzu ist es natürlich vorteilhaft, ein eingetragener und gemeinnütziger Verein zu sein. Eine Satzung hierzu erhälst du z.B. leicht von der Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle e.V. Trier SEKIS.

Bemühe dich um Zusammenarbeit mit Organisationen wie Interessenverband Unterhalt und Familienrecht ISUV/VDU e.V., Verband alleinerziehender Mütter und Väter VAMV, Sozialdienst Katholischer Männer SKM, Arbeitskreis Trennung und Scheidung, Jugendamt, Anwälten, Richtern, Mediatoren etc.

Du wirst sehen, dass viele Berufsstände Interesse an der Gruppe haben und sie begrüßen und fördern nach dem Motto "...für Väter gibt`s nun endlich auch was, das hat wirklich gefehlt..." sind viele zur Kooperation bereit.

Versuche, in der Gruppe am Veranstaltungsabend gewisse kleine Aufgaben zu organisieren: wer kocht Tee, wer führt Protokoll, wer bereitet für das nächste Mal ein Thema vor, gibt es eine Telefonnummernliste für jeden usw.

 

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