Präambel
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Präambel der Getrennten Väter

  

Wir sind nicht die Retter des anderen, aber wir können uns gegenseitig helfen. 

Wir bringen etwas von unserer Last mit hierher; und indem wir davon berichten, wird sie leichter; auch weil wir spüren, dass andere sie mittragen. 

Wir erteilen keine Ratschläge, weil jede Lebenssituation anders und kaum vergleichbar ist. 

Wir sprechen von uns, weil uns das eine gelebte und sichere Erfahrung ist. 

Wir hören dem Sprecher genau zu und versuchen, ihn zu verstehen. 

Statt ein Feindbild zu kultivieren, fragen wir nach unseren Anteilen an den sattgefundenen Missständen. 

Statt uns für unsere Taten in der Vergangenheit zu verurteilen und uns deshalb schlecht zu fühlen, richten wir uns auf die Zukunft und sagen: „beim nächsten Mal...“ 

Nichts ist so schlimm, als dass es berechtigt wäre, uns die Lebensfreude zu vergällen, denn die unerfreulichen Dinge sollen uns tief innen nicht berühren. 

Wir üben Gelassenheit ein und suchen Abstand zu den Personen, mit denen wir in Streit leben. Dadurch gewinnen wir inneren Frieden und Lebensfreude zurück. 

Wir sind zufriedene Männer und liebevolle Väter, weil wir uns uns selbst gegenüber liebevoll verhalten. 

Wir sind verantwortungsvolle Väter, weil wir wissen, dass wir unsere Kinder nicht besitzen können, aber uns mit ihnen wohlfühlen dürfen.

 

 

Gedichte als Gesprächsanlässe

 

Deine Kinder sind nicht deine Kinder

 Deine Kinder sind nicht deine Kinder.

Sie sind Söhne und Töchter der Sehnsucht der Liebe nach sich selbst.

Sie kommen durch dich, aber nicht von dir, und obwohl sie bei dir sind, gehören sie dir nicht.

Du kannst ihnen deine Liebe geben, aber nicht deine Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Du kannst ihrem Körper ein Heim geben, aber nicht ihrer Seele, denn ihre Seele wohnt in dem Haus von morgen, 

das du nicht besuchen kannst, nicht einmal in deinen Träumen.

Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, aber suche nicht, sie dir gleich zu machen.

Du bist der Bogen, von dem deine Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

Lass deine Bogenrundung in der Hand des Schützen Freude bedeuten.                                                                             

                                                                                    Kahlil Gibran

 

 

 

Stufen

 

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

 

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf` um Stufe heben, weiten,

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegensenden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.

 

                                                            Hermann Hesse

 

 

 

Zum Fünfjährigen Bestehen der Selbsthilfegruppe Getrennte Väter

 

Getrennte Väter  - ohne Kinder

Am Anfang Hoffnungslosigkeit

Getrennte Väter - nur Versager

Von nun an bis in Ewigkeit ?

 

Getrennte Väter - ohne Wert

Das Schicksal reißt gewalt`ge Lücken

Getrennte Väter - nur noch Frust

Wo soll sie Lebenslust beglücken ?

 

Getrennte Väter - ohne Frau

Das will der Mann zuerst mal lernen

Getrennte Väter - nur allein

Wer soll das kalte Herz erwärmen ?

 

Getrennte Väter - voller Sorgen

Sie leiden heut` sie leiden morgen ?

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 Getrennte Väter - manchmal Sorgen

Sie leben heut` sie leben morgen !

 

Getrennte Väter - ohne Frau

Die neue Chance kennen lernen

Getrennte Väter - zeitlich nur

Sie werden nun ihr Herz erwärmen !

 

Getrennte Väter - ohne Schock

Gefüllt sind alle großen Lücken

Getrennte Väter - voller Wert

Werd`n sich am Leben nun beglücken !

 

Getrennte Väter - ohne Frust

Vorbei die Hoffnungslosigkeit

Getrennte Väter - voller Lust

Von nun an bis in Ewigkeit !

 

                                                                                                                                                    Jürgen

 

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W ieder

E twas

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G eheimen

E rtragen.

N ie wieder

 

                                                                                                            Jürgen

 

 

 

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